Minijob-Planungsledger 2026/2027
Planen Sie das voraussichtlich regelmäßige Brutto eines einheitlichen Beurteilungszeitraums. Das Ergebnis vergleicht nur Beträge und Stunden — es entscheidet nicht, ob sozialversicherungsrechtlich ein Minijob vorliegt.
1 bis 12; keine Mischung aus 2026 und 2027
Keine Prüfung von Mindest-, Branchen-, Tarif- oder Vertragslohn
Zum Beispiel bereits geprüfte, vorhersehbare Einmalzahlungen; sonst 0
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So wird die Geringfügigkeitsgrenze geplant
Gesetzliche Formel und amtliche Sätze
§ 8 Abs. 1a SGB IV definiert die Grenze als gesetzlichen Mindestlohn mal 130, geteilt durch 3 und auf volle Euro aufgerundet. Mit den Sätzen der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung ergeben sich 603 EUR für 2026 und 633 EUR für 2027. Die Aufrundung erklärt, warum die rechnerische Stundenkapazität bei genau 13,90 EUR geringfügig über 43⅓ Stunden liegt.
Vorausschauende Entgeltprognose statt Monatsampel
Nach den Geringfügigkeits-Richtlinien vom 5. Januar 2026 und den Erläuterungen der Minijob-Zentrale zum Verdienst ist das regelmäßig zu erwartende Arbeitsentgelt vorausschauend zu beurteilen. Bei Beginn und bei dauerhaften Änderungen müssen die tatsächlichen Erwartungen neu bewertet werden.
Vorhersehbare einmalige Zahlungen wie vertraglich feststehendes Urlaubs- oder Weihnachtsgeld können mitzählen. Welche laufenden Zahlungen, Einmalzahlungen, Zuschläge, Sachbezüge oder steuerfreien Einnahmen Arbeitsentgelt sind, erfordert eine fachliche Einordnung. Deshalb nimmt der Ledger nur einen bereits geprüften Zusatzbetrag entgegen.
Schwankungen sind nicht dasselbe wie unvorhersehbare Überschreitung
Einzelne Monate dürfen bei einer plausiblen Prognose schwanken, solange das regelmäßige Durchschnittsentgelt passend beurteilt wird; extreme künstliche Schwankungen können jedoch beanstandet werden. Das ist von der Ausnahme in § 8 Abs. 1b SGB IV zu unterscheiden, wenn eine Grenze unvorhersehbar überschritten wird.
Die amtliche FAQ zur Überschreitung nennt höchstens zwei Kalendermonate innerhalb eines Zeitjahres und maximal das Doppelte der Monatsgrenze im jeweiligen Ausnahmemonat. Saisonale Mehrarbeit gilt dort als vorhersehbar; eine Krankheitsvertretung wird als Beispiel für unvorhersehbar genannt. Der Grund muss belastbar dokumentiert und der konkrete Zwölfmonatszeitraum geprüft werden.
Warum der Ledger keinen Status ausgibt
§ 8 SGB IV verlangt unter anderem die Zusammenrechnung bestimmter Beschäftigungen. Daneben können eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, besondere Personengruppen, kurzfristige Beschäftigung, Entgeltklassifikation und der tatsächliche Prognoseverlauf entscheidend sein. Ein Rechenbetrag innerhalb der Periodengrenze ist daher nur ein Baustein der Beurteilung.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026 und 2027?
Warum prüft der Ledger einen Zeitraum statt nur eines Monats?
Welche zusätzlichen Zahlungen gehören in die Planung?
Darf das Entgelt in einzelnen Monaten über der Grenze liegen?
Wirkt eine dritte unvorhersehbare Überschreitung rückwirkend?
Beweist ein Ergebnis innerhalb der Periodengrenze einen Minijob?
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Unverbindliche Brutto-Planungsrechnung, keine Beschäftigungs-, Melde-, Beitrags-, Arbeitszeit-, Mindestlohn-, Steuer- oder Rechtsberatung. Fachlich geprüft am 14.07.2026.