Hebesatz-Vergleich 2026

Vergleichen Sie für denselben bestätigten Gewerbeertrag getrennte Gewerbesteuer-Szenarien mit den DIHK-Hebesätzen von 716 Gemeinden zum 30. Juni 2025.

Gemeinden

716

Niedrigster

250 %

Durchschnitt

418 %

Hoechster

580 %

Gewerbesteuer an verschiedenen Standorten berechnen

Gewerbeertrag nach Hinzurechnungen, Kürzungen und Verlustabzug; nicht automatisch identisch mit Gewinn oder Umsatz.

Eingaben und Modellgrenzen bestätigen

10 niedrigste DIHK-Werte

  1. 1.Leverkusen, Stadt (Nordrhein-Westfalen)250 %
  2. 2.Monheim am Rhein, Stadt (Nordrhein-Westfalen)250 %
  3. 3.Zossen, Stadt (Brandenburg)270 %
  4. 4.Unterhaching (Bayern)295 %
  5. 5.Dingolfing, St (Bayern)300 %
  6. 6.Panketal (Brandenburg)300 %
  7. 7.Biberach an der Riß, Stadt (Baden-Württemberg)310 %
  8. 8.Coburg (Bayern)310 %
  9. 9.Neumarkt i.d.OPf., GKSt (Bayern)315 %
  10. 10.Dillingen a.d.Donau, GKSt (Bayern)320 %

10 höchste DIHK-Werte

  1. 1.Oberhausen, Stadt (Nordrhein-Westfalen)580 %
  2. 2.Mülheim an der Ruhr, Stadt (Nordrhein-Westfalen)580 %
  3. 3.Waldbröl, Stadt (Nordrhein-Westfalen)565 %
  4. 4.Erftstadt, Stadt (Nordrhein-Westfalen)565 %
  5. 5.Elsdorf, Stadt (Nordrhein-Westfalen)555 %
  6. 6.Overath, Stadt (Nordrhein-Westfalen)550 %
  7. 7.Alfter (Nordrhein-Westfalen)550 %
  8. 8.Bonn, Stadt (Nordrhein-Westfalen)537 %
  9. 9.Herdecke, Stadt (Nordrhein-Westfalen)535 %
  10. 10.Rheinbach, Stadt (Nordrhein-Westfalen)531 %

Methodik und Abgrenzung

Berechnung 2026: Der bestätigte Gewerbeertrag wird nach § 11 GewStG auf volle 100 EUR abgerundet. Für natürliche Personen und Personengesellschaften wird anschließend höchstens der Freibetrag von 24.500 EUR abgezogen; Kapitalgesellschaften erhalten diesen Freibetrag nicht. Der verbleibende Betrag wird mit 3,5 % zum Steuermessbetrag und danach mit dem jeweiligen Hebesatz multipliziert.

Beim Standardbeispiel von 100.000 EUR beträgt der Steuermessbetrag für ein Einzelunternehmen deshalb 2.642,50 EUR und nicht 3.500 EUR. Mit 250 % entstehen 6.606,25 EUR Gewerbesteuer, mit 580 % sind es 15.326,50 EUR. Jedes Tabellenresultat ist ein eigenständiges Vergleichsszenario; der Rechner verteilt den Messbetrag nicht auf mehrere Gemeinden.

Hebeberechtigte Gemeinde: Nach § 4 GewStG knüpft die Besteuerung stehender Gewerbebetriebe an die Betriebsstätte an. Bei Betriebsstätten in mehreren Gemeinden wird der Messbetrag nach §§ 28 ff. GewStG zerlegt. Ein niedriger Tabellenwert allein weist deshalb weder die tatsächlich zuständige Gemeinde noch eine rechtlich mögliche Standortgestaltung nach.

Mindesthebesatz: Für den Erhebungszeitraum 2026 gilt aufgrund der Übergangsregel in § 36 GewStG noch die Untergrenze von 200 %. Die Änderung des § 16 GewStG auf 280 % ist bereits beschlossen und erstmals 2027 anzuwenden.

§ 35 EStG: Der Vergleich zeigt Gewerbesteuer vor einer möglichen Einkommensteuer-Ermäßigung. Bei begünstigten gewerblichen Einkünften ist die Ermäßigung unter anderem auf das Vierfache des anteiligen Messbetrags, die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer und den auf gewerbliche Einkünfte entfallenden Anteil der geminderten tariflichen Einkommensteuer begrenzt. Eine pauschale Vollkompensation bis 400 % lässt sich ohne diese persönlichen Eingaben nicht berechnen. Dafür steht der ausführlichere Gewerbesteuer-Rechner bereit.

Datenstand: DIHK — Realsteuer-Hebesätze 2025 nach Bundesländern, Stand 2025-06-30. 716 Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern. Die Werte sind keine Live-Abfrage; der aktuell geltende Satz ist in der kommunalen Satzung zu prüfen.

Primärquellen

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hebesatz bei der Gewerbesteuer?
Der Hebesatz ist ein kommunaler Multiplikator, mit dem der Gewerbesteuermessbetrag multipliziert wird. Beispiel: Messbetrag 1.000 EUR × Hebesatz 400 % / 100 = 4.000 EUR Gewerbesteuer. Für 2026 gilt noch die gesetzliche Untergrenze von 200 %; die bereits beschlossene Anhebung auf 280 % gilt erstmals ab 2027.
Welche Gemeinden haben den niedrigsten Hebesatz?
Im verwendeten DIHK-Datensatz zum 30. Juni 2025 haben Leverkusen, Stadt (250 %), Monheim am Rhein, Stadt (250 %), Zossen, Stadt (270 %) die niedrigsten Gewerbesteuer-Hebesätze. Der Datensatz umfasst Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern und ist keine tagesaktuelle Vollerhebung aller Gemeinden.
Welche Gemeinden haben den hoechsten Hebesatz?
Die höchsten Werte im verwendeten DIHK-Datensatz haben Oberhausen, Stadt (580 %), Mülheim an der Ruhr, Stadt (580 %), Waldbröl, Stadt (565 %). Für eine aktuelle Entscheidung muss der heute geltende Hebesatz bei der jeweiligen Gemeinde geprüft werden.
Was sagt der Standortvergleich aus?
Der Rechner wendet denselben bestätigten Gewerbeertrag und denselben Steuermessbetrag als getrennte Vergleichsszenarien auf verschiedene Hebesätze an. Er entscheidet nicht, welche Gemeinde tatsächlich hebeberechtigt ist. Maßgeblich sind insbesondere die Betriebsstätten; bei mehreren Gemeinden wird der Messbetrag nach den gesetzlichen Zerlegungsregeln verteilt.
Wie aktuell sind die Hebesaetze?
Quelle: DIHK, Realsteuer-Hebesätze 2025 nach Bundesländern. Stand: 2025-06-30. 716 Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern. Gemeinden können Hebesätze ändern; prüfen Sie deshalb den aktuell geltenden Satz in der kommunalen Satzung.

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Stand der Rechtsprüfung: 14.07.2026. Hebesatz-Daten: DIHK, 2025-06-30; keine Live-Satzungsabfrage, Standort- oder Steuerberatung.