Gewerbesteuer-Hinzurechnungen 2026

Gewichten Sie die sechs Kategorien des § 8 Nr. 1 GewStG und vergleichen Sie die Gewerbesteuer vor und nach dieser Hinzurechnung.

Andere Hinzurechnungen, Kürzungen und Verluste müssen bereits berücksichtigt sein.

2026 mindestens 200 %; der Mindestwert steigt 2027 auf 280 %.

Abgezogene Jahresaufwendungen

Rechenweg nach § 8 Nr. 1 GewStG

Die sechs Eingaben werden zuerst mit 100 %, 100 %, 100 %, 20 %, 50 % beziehungsweise 25 % gewichtet. Von der Summe bleiben 200.000 EUR außer Ansatz. Ein Viertel des verbleibenden Betrags erhöht den Gewinn aus Gewerbebetrieb.

Hinzurechnung = 25 % × max(gewichtete Summe − 200.000 EUR, 0)

Im Beispiel aus dem Testlauf ergeben 60.000 EUR Schuldentgelte, 50.000 EUR bewegliche Miete, 250.000 EUR unbewegliche Miete und 40.000 EUR Rechte eine gewichtete Summe von 205.000 EUR. Hinzugerechnet werden 1.250 EUR. Bei 250.000 EUR Ausgangsertrag, Einzelunternehmen und 400 % Hebesatz steigt die Gewerbesteuer wegen der anschließenden 100-EUR-Abrundung von 31.570 EUR auf 31.738 EUR.

Nicht jede Zahlung ist automatisch einzutragen

Die Vorschrift enthält Detailvoraussetzungen und Ausnahmen. Der Rechner prüft weder, ob die Aufwendungen zuvor den Gewinn gemindert haben, noch Sonderregeln etwa für Rechte, Künstlersozialabgabe, Banken, Leasing- oder gemischte Verträge.

Primärquellen

Häufig gestellte Fragen

Was wird nach § 8 Nr. 1 GewStG hinzugerechnet?
Erfasst werden — soweit zuvor als Betriebsausgabe abgezogen — Entgelte für Schulden, Renten und dauernde Lasten, Gewinnanteile stiller Gesellschafter, ein Fünftel bestimmter Mieten für bewegliche Wirtschaftsgüter, die Hälfte bestimmter Mieten für unbewegliche Wirtschaftsgüter und ein Viertel bestimmter Aufwendungen für zeitlich befristet überlassene Rechte.
Wie wirken 200.000 EUR Schwelle und 25 % Satz?
Zuerst werden die Aufwendungen mit ihren gesetzlichen Finanzierungsanteilen gewichtet. Nur der Teil dieser Summe über 200.000 EUR wird berücksichtigt; hiervon wird ein Viertel dem Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzugerechnet. 200.000 EUR sind daher keine Kürzung des fertigen Hinzurechnungsbetrags.
Gilt die Hinzurechnung für jede Ausgabe in diesen Kategorien?
Nein. § 8 Nr. 1 enthält Voraussetzungen und Ausnahmen, etwa für bestimmte Rechteüberlassungen und Aufwendungen, die Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe sind. Der Rechner unterstellt, dass die eingegebenen Beträge dem Grunde nach erfasst und zuvor gewinnmindernd abgezogen wurden.
Gilt die Regel für alle Rechtsformen?
Die Hinzurechnung kann bei Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften wirken. Der anschließende Freibetrag von 24.500 EUR gilt jedoch nur für natürliche Personen und Personengesellschaften, nicht für Kapitalgesellschaften.

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Unverbindliche Schätzung. Verbindlich ist die steuerliche Einordnung im Messbescheid. Fachlich geprüft am 14.07.2026.